









Das Haus Invalidenstraße 122 (heute GARDEN HOTEL) wurde bereits 1845 erbaut, lange bevor die meisten Gründerzeit-Altbauten Berlins errichtet wurden. Das Haus steht heute unter Denkmalschutz. Direkt gegenüber gab es seit 1842 einen Fernbahnhof, der den Zugverkehr gen Norden regelte. Hieraus erwuchs der zweitgrößte Berliner Bahnhof, der "Stettiner Bahnhof". Durch das stark ansteigende Verkehrsaufkommen der Reisenden an die Ostseebäder, aber auch nach Pommern und bis nach Ostpreußen, entwickelte sich ein klassisches Bahnhofsviertel, mit all seinen Eigentümlichkeiten. Zahlreiche - auch große, exklusive Hotels, wie z.B. das BALTIC oder Nordischer Stern entstanden hier, um die Reisenden zu beherbergen - stolz war man zu dieser Zeit auf "fließend warmes Wasser". Aber auch Halb- und Unterwelt mit dazugehörigem Rotlichtviertel siedelten sich an.
Im heutigen GARDEN HOTEL gab es damals lediglich im Keller eine kleine Gastwirtschaft. Im Hinterhof befand sich eine Reparaturwerkstatt für Pferdegespanne, später eine Zweigstelle der Späthschen Baumschulen mit einem Pflanzenverkauf im Erdgeschoß des Hauses.
Im Jahr2000 wurde das HONIGMOND GARDEN HOTEL eröffnet.
Das heutige HONIGMOND-Restaurant-Hotel befindet sich nebenan im so genannten "Dichterviertel". Das Eckhaus Tieck- / Borsigstraße wurde dort 1895 von einer Actiengesellschaft errichtet. Es war das baulich aufwändigste Haus im ganzen Viertel. Ab 1920 gab es im Erdgeschoß eine Gastwirtschaft, das "Borsig-Eck". An der Straßenkreuzung existierten insgesamt drei Eckkneipen, allein das Borsig-Eck - heute Kaffeehaus-Restaurant HONIGMOND - hat überlebt.
Im Nachbarhaus, in der Tieckstraße 11, befand sich das "HOTEL RHEINISCHER HOF", später ein "Ledigenwohnheim" des Ministeriums für Staatssicherheit. 1999 eröffnete das HOTEL HONIGMOND.
Da das theologische Konvikt und die Golgatha Kirche direkt gegenüber vom Borsig-Eck liegen, trafen sich dort zu DDR-Zeiten zahlreiche angehende Pfarrer, Intellektuelle und Künstler - aus DDR-Sicht eben "Oppositionelle". Es wurde viel Schach gespielt. Die Gaststätte war jeden Abend brechend voll. Es wurde in der Regel in mehreren Reihen dicht am Tresen gestanden. Wolf Biermann war Stammgast, er wohnte gleich um die Ecke, auch Eva-Maria Hagen (die Mutter von Nina Hagen) oder Wolfgang Thierse besuchten das Borsig-Eck. Einige der damaligen Stammgäste saßen später im Bundestag.
Die Keimzelle potentiellen Widerstandes war den Oberen ein Dorn im Auge. Deswegen wurde das Borsig-Eck wenige Jahre vor der Wende vom Ministerium für Staatssicherheit ("Stasi") wegen "Übererfüllung des Versorgungsauftrages" geschlossen.
1995 entschlossen sich zwei Galeristen und Künstler aus der Nachbarschaft, der traditionsreichen Gaststätte zu neuem Leben zu verhelfen. Abseits aller Touristenströme eroberte sich der HONIGMOND durch die Qualität seiner Küche und seine fairen Preise ein Stammpublikum. Im Jahr 1997 wurde ein neuer Inhaber gesucht und Herr Dr. Loyal übernahm das Kaffeehaus-Restaurant. Der HONIGMOND als kulinarisch- sozio-kulturelle Institution sollte doch erhalten bleiben!
1998 wurde die "Beletage" des Hauses über dem Kaffeehaus-Restaurant von ihm zu einer Beherbergungsstätte der besonderen Art ausgebaut. Die alten Wohnungen wurden zusammengelegt (daher der lange Flur). Der Stuck wurde restauriert und die alten Holzdielen abgezogen, geölt und gewachst. Die Wände wurden glatt verputzt und individuell gestrichen. Kurzum, es wurde in Anlehnung an das Historische eine gemütliche Atmosphäre mit Flair geschaffen.
Im Jahr 2000 wurde aufgrund der hohen Nachfrage und dem Wunsch der Gäste nach höherem Komfort entsprechend in der Invalidenstraße 122, gleich um die Ecke, die Dependance GARDEN HOTEL - mit seinem wunderschönen Garten - eröffnet. Draußen die hektische Invalidenstraße - im Hof dagegen mystische Stille. Der Garten war bei Erwerb zugewachsen und verwildert. Das Haus befand sich in einem katastrophalen Zustand - im Keller stand Wasser - aber es war ein Haus mit "Seele", dass immerhin zwei Kriege schadlos überstanden hat. Der Bauch sagte sofort: "Das ist es" - Liebe auf den ersten Blick.
2005 folgte ein Hotelerweiterungsbau im Hause Tieckstraße 11 mit Lift, 18 neuen Zimmern und der heutigen Rezeption.
2006 - nach nur sechs Jahren - wurde das GARDEN HOTEL vollständig umgebaut und unter anderem alle Bäder aufwändig neu gefließt.
2006 Alle Fenster werden gegen Holzsprossen-Schallschutzfenster ausgetauscht.
2009 wurde das Hotel in der Tieckstraße 12 aufwändig neu gestaltet.
Heute verfügt der HONIGMOND im Haupthaus und der Dependance über insgesamt rund 60 Zimmer - alle individuell eingerichtet. Erweiterungen sind nicht mehr vorgesehen.
Das Hotel ist im Familienbesitz und wird privat und persönlich geführt. Das Kaffeehaus-Restaurant ist verpachtet.
"Wir sind kein Luxus-Hotel, kein Ketten-Hotel, kein Wellness-Hotel, wir sind einfach nur ein individuelles - etwas anderes - Hotel, in das viel "Liebe" investiert wurde."
Mit freundlichen Grüßen vom HONIGMOND-Team
Andrea Grassow - Werner Marquardt
(Geschäftsführung)
Dr. Carl Loyal
(Inhaber/Eigentümer)
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Wie kam es zu dem Namen HONIGMOND?
Als 1995 das Kaffeehaus-Restaurant - das frühere "Borsig-Eck" - umgebaut wurde, lief auf der Baustelle im Radio ein Song von den Beatles: "Honeymoon". Spontan hieß es: "Laßt es uns "Honigmond" nennen."






